Antoni Gaudi – Architekt und Vertreter der katalanischen Bewegung des Modernisme – REFERAT

Ein Referat zur Studienfahrt nach Barcelona von Maiken & Kira / 02.09.2015

Gliederung

  • Biografie
  • Merkmale seiner Werke
  • Werke – Parc Güell, Casa Museu Gaudi, Casa Battlo, Casa Milá
  • Quellen

Biografie (Maiken)

Antoni Gaudi i Cornet wurde am 25.06.1852 in Reus oder Riudoms ( zwei Gemeinden in der Provinz Tarragona, Spanien) geboren. Er war ein spanischer Architekt und herausragender Vertreter der katalanischen Bewegung des Modernisme.

Antoni_gaudi

Er wurde als Sohn eines Kupferschmiedes geboren. Sein Vater, Großvater und Urgroßvater erlernten diesen Beruf. Somit wuchs er schon mit geometrischen Formen auf. Sein naturgeprägter Architekturstil lässt sich dadurch erklären, dass er als Kind an Rheuma litt und durch diese Krankheit verhindert war, mit anderen Kindern zu spielen. Er beobachtete stattdessen die Natur.

In seiner Schulzeit auf der Schule der Piaristenpatres in Reus und auf der Architekturschule in Barcelona, wo er von 1873 bis 1878 studierte, war er nicht für besonders gute Leistung bekannt. Jedoch galt er als sehr kreativer Zeichner und hob sich so von den anderen Schülern ab.

Sein erstes großes Werk bestand in der Planung einer Fabrik und einer Arbeitersiedlung (für die „Sociedad Cooperativa La Obrera Mataronense“ ) (1878 bis 1882). Der Bau scheiterte allerdings schon in einem frühen Stadium. Gaudi lernte 1878 Eusebi Güell kennen, mit dessen Finanzierung später große Werke wie die Güell Pavillons, derPalau Güell, der Park Güell und die Krypta der Colònia Güell realisiert werden konnten.

Gaudí war auch ein großartiger Kunsthandwerker. In Zusammenarbeit mit Künstlern seiner Zeit entwarf er viele architektonisch Raum füllende Elemente: Arbeiten aus geschmiedeten Eisen, Möbel, Keramiken, Skulpturen, Mosaike und Buntglasfenster. Seine Formen waren dabei immer organisch, geschwungen und in die Baukörper integriert.

Gaudi heiratete nie, sondern entschied sich nach dem Scheitern von Heiratsabsichten mit einer Frau für ein asketisches Leben als zölibatärer Laie. Von 1906 bis Ende 1925 lebte er in einem Haus im Park Güell, das seit 1963 als Casa-Museu Gaudí an ihn erinnert. Am 07. Juni wurde Gaudi auf dem Weg zur Baustelle der Sagrada Familia von einer Straßenbahn erfasst. Am 10. Juni erlag er seinen Verletzungen. Die Regierung ordnete seine Beisetzung in der Krypta der noch unvollendeten Kirche La Sagrada Família an. Antoni Gaudí fand seine letzte Ruhe dort, wo er die längste Zeit seines Lebens gearbeitet hatte.

Merkmale seiner Werke (Kira)

Die Sagrada Familia ist nicht nur ein berühmtes Werk Gaudis, sondern auch ein sehr gutes Beispiel für den katalanischen Jugendstil*, den man auch als ‚Modernismo‚* bezeichnet.

Diese Kunstrichtung zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass sie einerseits Altes aufgriff – zum Beispiel Elemente der Gotik – und mit ganz neuen, eben Modernen Ideen, verband. Wie der Jugendstil wollte die Kunst des Modernisme das ganze Leben der Menschen durchdringen.

Gaudi verband zum Beispiel arabische mit europäische Elemente und bediente sich bei seinem Schmuck und seinen Verzierungen gerne bei der Natur.

Die typischen Merkmale waren geschwungene Linien, unregelmäßige Grundrisse, schräg gemauerte Stützen, naturnahe weiche Formen mit Motiven der Flora und Fauna. Beliebte Motive des Künstlers waren Schnecken, Blätter und Muscheln. Weitere Vorlieben waren Bruchsteine und bunte Keramikfliesen, die er als Gestaltungselement in seinen Bauwerken verwenden ließ. Gaudí lehnte die gotischen Strebebögen verächtlich als „Krücken“ ab und benutzte stattdessen schräge Baupfeiler. Er entwickelte seine Gebäude während des Baus anhand von Skizzen und Modellen. Da Gaudí ein Gebäude als Gesamtkunstwerk empfand, entwarf er auch die kleinsten Details im Gebäudeinneren selbst. Weitere Merkmale für seine Architektur und Kunst waren Treppenhäuser, die wie Schneckenhäuser aussahen, Grotten und Kuppeln aus einer ferner Märchenwelt, Meereswellen mit bunten Mosaiken verziert und die beliebten Geckos, die immer wieder zu entdecken sind. Auch Tiere finden sich überall in seiner Kunst wieder.

Gaudís Stil wird zwar dem Jugendstil/ Modernismus zugerechnet, dennoch entwickelte er seinen eigenen und einmaligen Stil, den „Gaudí-Stil“. Seine Stilelemente beeindrucken mit schlichten, aber originellen, vielfach organischen Formen. Für die Konstruktion der tragenden Strukturen verwendete er häufig das Prinzip der Hängemodelle‘, dieses auch ‚katalanisches Gewölbe‘ genannt wird.

Parc Güell (Kira)

Der Park Güell ist einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Barcelona und wird als Antoni Gaudís Hommage an die Natur bezeichnet. Er ist in den Jahren 1900 bis 1914 erschaffen und hat eine Größe von 17,18 ha.

Entstehung

Die Parkanlage sollte ursprünglich eine Siedlung in Mitten einer riesigen Gartenanlage werden. Ein Freund Gaudís, der Industrielle Eusebi Güell wollte dort über 60 Villen erbauen lassen, denn dieser war von den englischen Gartenanlagen sehr beeindruckt und wollte eine solche auch in Barcelona haben.

Das Vorhaben misslang und es wurden nur 3 Häuser gebaut: das Wohnhaus der Familie Güell, heute eine Schule, das Wohnhaus Gaudís, seit 1963 als Casa-Museu Gaudí ein Museum, und das Wohnhaus eines befreundeten Architekten, das noch heute bewohnt ist.

Beim Bau des Parks Güell achtete Gaudi darauf, den Park in die bestehende Natur einzupassen. Natürliche Hügel wurden beim Bau mit einbezogen und durch Stützmauern und Terrassen gestaltet und in die Architektur integriert. Diese fügen sich durch ihre organischen Formen einzigartig ins Gelände ein und vermitteln den Eindruck absoluter Natürlichkeit. Die benötigten Materialien fand er auf dem Gelände selbst. Für die vielen Mosaike verwendete er Abfälle der nahen Keramikfabriken.

Doch schlussendlich wurde das Projekt zu teuer und ließ sich nicht finanzieren. So blieb es bis heute ein Park, der seit 1984 auch zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Der Park

Den Eingang des Parks bilden zwei Pförtnerhäuser mit markanten „Zuckergussdächern“. Daran anschließend führt eine große Freitreppe zum Terrassenplatz.

Freitreppe

Die große Terrasse – La Placa – ist der Mittelpunkt und zentraler Treffpunkt des Parks. Der 3000 m² große Terrassenplatz in Form eines Ovals wurde zwischen 1907 und 1913 angelegt. Seine Begrenzung ist wellenförmig, 110 Meter lang und dient zugleich als Sitzgelegenheit. Die Bänke der großen Terrasse des Park Güell sind mit die Hauptattraktion der Anlage. Spielerisch schlängeln sie sich entlang der Terrasse. Auch die Bänke bestehen aus bunten Keramikscherben.

bank Bänke

Es ist das Werk von Josep Maria Jujol, der hier die Techniken des Trencadis (‚Bruch‘), eine Mosaikarbeit, angewendet hat. Nach der ursprünglichen Planung sollte der Platz ein griechisches Theater darstellen, das für Gemeindeversammlungen und kulturelle sowie religiöse Feste geeignet gewesen wäre.

Unter der Terrasse ,die laut ursprünglichem Entwurf die Markthalle der Siedlung werden sollte, wandelt man in einem Wald aus Säulen. Die Decke der Säulenhalle (Sala Hippostila) ist mit wunderschönen Motiven aus Bruchkeramik verziert.

Bruchkeramik

Das Wahrzeichen des Parks ist eine kunstvolle(r) Echse/ Drache/ Salamander. Der drachenartige Salamander soll das Element Feuer symbolisieren und wurde komplett mit Keramikscherben verziert. Das Original wurde leider vor ein paar Jahren durch Vandalismus zerstört, so dass man heute nur noch eine Replik bewundern kann

Salamander

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Dieser Park mit beeindruckenden Steinkonstruktionen, fantasievollen Mosaiken und farbenfrohen Dächern bringt uns zum träumen. Er erinnert uns an ein Märchen. Gaudi beweist uns, dass das Zusammenspiel von Natur und Kunst möglich ist. In jedem Detail steckt Liebe, Fleiß und Mühe. Dies folgt auch zum Wohlbefinden. Man fühlt sich wohl in diesem Park und findet bei jedem weiteren Blick etwas neues und fantastisches!

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Casa-Museu Gaudi (Maiken)

casamuseugaudi

Ende des 19. Jahrhunderts beauftragter der katalanische Industrieller Eusebi Güell i Bacigalupi Anotni Gaudi mit dem Bau eines bürgerlichen Stadtgartens, bestehend aus einem Park sowie sechzig Häusern . Dieser Plan wurde nie vollendet und es entstanden lediglich zwei Häuser, unter anderem das Casa-Museu.

1906 kaufte Gaudi dieses Haus und lebte bis kurz vor seinem Tod dort.

Nach seinem Tod wurde das Haus an ein italienisches Ehepaar verkauft, welches große Bewunderer des Architekten war. Sie machten das Haus als Gaudi-Haus bekannt. 1963 fand die endgültige Eröffnung des Casa-Museu Gaudi statt. Der Bauvorstand der Sagrada Familia erwarb 1992 das Haus und ist heute noch zuständiig für das Museum.

Das Museum beinhaltet die ehemaligen Wohnräume des Architekten. Des weiteren befinden sich noch einige persönliche Dinge in dem Haus, welche dies noch lebendiger wirken lassen. In dem Museum gibt es auch eine Ansammlung von Möbeln, die Gaudi für andere Gebäude entworfen hat und Werke von Mitarbeitern Gaudis.

Casa Battlo (Kira)

Casa_Batllo_Overview_Barcelona_Spain

Basisdaten

Ort: Eixample, Barcelona, Katalonien

Verwendung: Appartementhaus

Bauzeit: 1904–1906

Architekt: Antoni Gaudí

Baustil: Modernisme

Technische Daten

Höhe: 32 m

Breite: 14,5 m

Tiefe: 31 m

Stockwerke: 6

Baustoff: Beton, Eisen, Keramik, Glas

Die Casa Batlló gilt als eines der baulichen Glanzstücke Barcelonas und befindet sich am Passeig de Gràcia. Das im Jahr 1877 errichtete Gebäude wurde von Antoni Gaudí für den Textilindustriellen Josep Batlló i Casanovas in den Jahren 1904 bis 1906 im Stile des Modernisme von Grund auf umgebaut. Gaudí arbeitete dabei mit Josep Maria Jujol und Joan Rubió i Bellver zusammen…“ https://de.wikipedia.org/wiki/Casa_Batll%C3%B3 02.09.2015 17:32 Uhr

Viele Elemente an und in der Casa Batlló beziehen sich auf die Legende des heiligen Georg – auf Katalanisch Sant Jordi. Als Schutzpatron von Katalonien und Symbol des Modernismus ist er an zahlreichen Werken Antoni Gaudís zu finden. Der Legende nach kämpfte er mit einem Drachen und tötete ihn mit schwingender Lanze im Zeichen des Kreuzes.

dachrücken

Das Dach der Casa Battló ist wie der Rücken des Angst einflößenden Drachen geformt und mit großen, glänzenden Schuppen versehen. Es besteht aus Fliesen auf doppelten Mansarden, die der organischen Architektur angepasst sind.

Zur Linken wird das Dach durch einen Turm mit einem vierarmigen Kreuz begrenzt. Mit ein bisschen Phantasie können Sie hier die Lanze von Sant Jordi erkennen, die im Rücken des Ungeheuers steckt. Dahinter befinden sich plastisch geformte Lüftungsschächte und Schornsteine, die an Wächter des Hauses denken lassen. In den Fensteröffnungen können Sie Säulen sehen, die den Formen von Knochen nachempfunden sind.

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Sehr typisch für den Modernisme, den katalanischen Jugendstil, ist die Rückkehr zu natürlichen Elementen und Formen. So erinnern die sanft geschwungenen Balkone der Casa Batlló an die Wellen des Meeres und die gesamte Fassade ist mit Blumen übersät.

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Wie es typisch für Gaudí ist, hat er sich bei der Gestaltung des Hauses an der Natur orientiert. Im Inneren dominieren geschwungene und organische Formen die Wände, Decken und auch die Einrichtung. Die Formen im ersten Stock des Wohngebäudes erinnern an Pflanzen und Höhlen, die Balkonbrüstungen an Schädelknochen. Die Kamine auf dem Dach dienen nicht etwa als Schornsteine, sondern sind Teil einer ausgeklügelten Lüftungsanlage, die das Haus auch im Sommer schön kühl hält, ohne eine Klimaanlage zu benötigen.“ – http://www.barcelona.de/de/barcelona-casa-battlo.html

Casa Milá (Maiken)

casa mila

Das Casa Milà wurde von 1906 bis 1910 für die Milà-Familie in Barcelona errichtet. Gaudí leistete mit diesem Gebäude Pionierarbeit. So machte seine durchdachte natürliche Belüftung Klimaanlagenüberflüssig, in jeder Wohnung lassen sich die Wände individuell verändern. Das Gebäude ist eine BetonEisen-Konstruktion mit tragenden Säulen ohne tragende Wände und Stützmauern. Die schmiedeeisernen Balkongitter sind improvisierte Unikate von Josep Maria Jujol, der auch in anderen Projekten mit Gaudí zusammenarbeitete. Es gibt drei Innenhöfe, einen runden und zwei elliptische. Diese Merkmale waren sehr typisch für Gaudi und er verwendete sie auch sehr oft um Räume mit Luft und Licht zu durchfluten.

Zunächst hielt man in Barcelona nicht allzu viel von dem Haus, schnell wurde es unter dem Spottnamen „La Pedrera“ („Der Steinbruch“) bekannt. Diese Bezeichnung verdankt es seiner unregelmäßigen Fassade mit den vielen Vorsprüngen und seiner wuchtigen Masse, die schon von weitem ins Auge fällt.

Casa Milà war der letzte Profanbau Gaudís, bevor er all seine Energie auf das Kirchengebäude Sagrada Famíliakonzentrierte.

Das Casa Milà wurde 1984 von der UNESCO als erstes Gebäude des 20. Jahrhunderts zum Weltkulturerbe erklärt.

Heute gehört das Gebäude der örtlichen Sparkasse, die in der Belle-Etage eine 1.000m² große Kunstausstellung hat. In der sechsten Etage befindet sich eine Wohunug, die Einrichtungsmöbel aus den 20er Jahren zeigt. Diese kann , genauso wie die Dachterasse mit interessanten Belüftungsschächten , Treppenhäusern mit Wasserspeicher und sich im Dachgeschoss befindende Ausstellung über die Werke Gaudis, besichtigt werden.

In den restlichen Stockwerken befinden sich Büros oder Wohnung, die noch von katalanischen Familien bewohnt werden.

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 Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Antoni_Gaud%C3%AD 02.09.2015 13:08 Uhr

http://www.zeitklicks.de/kaiserzeit/zeitklicks/zeit/kultur/architektur-1/gaudi-und-der-modernismo/ 02.09.2015 13:35 Uhr

http://barcelona.sehenswuerdigkeiten-online.de/sights/park-guell.html 02.09.2015 17:25 Uhr

http://www.freibeuter-reisen.org/barcelona-parc-guell/ 02.09.2015 17:30 Uhr http://welovebarcelona.de/casa-museu-gaudi-das-museum-im-park-guell/

https://de.wikipedia.org/wiki/Casa-Museu_Gaud%C3%AD

https://de.wikipedia.org/wiki/Casa_Mil%C3%A0

http://www.barcelona.de/de/barcelona-persoenlichkeiten-antoni-gaudi.html

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