Fast Fashion, alles andere als ’schöne‘ Mode- Ausstellung im Hamburger Kunstmuseum

Die Fast Fashion-Hersteller verlocken ihre KonsumentInnen durch eine gezielt niedrige Preispolitik dazu, mehr Kleidung zu kaufen, als sie eigentlich benötigen. Diese Marketingtaktik appelliert an die unbewussten Instinkte im Menschen: Sich für ein vergleichsweise billigeres Angebot entscheiden zu können, täuscht eine Form von Verzicht vor und erhöht die Möglichkeiten für weiteren Konsum. […]

Die niedrige Preispolitik und schnelle Zyklen gehen zu Lasten der TextilarbeiterInnen am anderen Ende der Produktionskette. Sie müssen in prekären Arbeitsverhältnissen leben und sind daher die wirklichen Modeopfer.

Der Begriff Modeopfer beschreibt die TextilarbeiterInnen exakt. Fast Fashion bedeutet schnell, neue, günstige und moderne Mode herzustellen – egal wie die Verhältnisse sind.

Am 24. April 2013 stürzte das neunstöckige Geschäftsgebäude Rana Plaza in Savar, Dhaka, Bangladesch ein und verursachte den Tod von mehr als1134 Arebitern. – Sie sind die Opfer der Fast Fashion. Die Arbeitsbedingungen sind Absurd, wie auch das folgende T-Shirt zeigt:

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In diesen Shirts wird das Drama und das Schicksal der Modeopfer modisch veranschaulicht. Es ist klar, dass niemand dieses Shirt tragen würde, denn jeder weiß wie es oberflächlich in der Modeindustrie aussieht. Mode wird unter absurden Bedingungen hergestellt, aber beim Kauf unterdrückt man diesen Gedanken oder vergisst diesen, da man sich im Kaufrausch befindet.

In dieser Ausstellung wird einem verdeutlicht , wie schlimm die Zustände und die Herstellung der Fast Fashion sind. Empfehlenswerte Ausstellung!

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